Rettungssystem Quantum

brs_02.jpg (20159 Byte)

Abbildung: QUANTUM SUPERSPORT 912 mit im Stauraum integriertem
Softpack BRS 5 UL 4 (450 kg) bzw. BRS 5 UL 3 (410 kg)

paraview.jpg (25248 Byte)

Abbildung: QUANTUM SPORT 582 mit Air Contact Container oder wahlweise Junkers Magnum 450

Wir legen höchsten Wert, darauf, dass Rettungsgeräte sicherheitstechnisch einwandfrei, fachmännisch und in Abstimmung mit den Zulassungsbehörden (z.B. DULV-Technik) korrekt installiert werden und raten dringend vom selbstkonstruierten Lösungen ab.

Die Anbringung von Rettungssystemen ist immer mit Kompromissen verbunden. Wird das Rettungsgerät z.B. über oder unter dem Motor angeordnet, so bei Auslösung die Gefahr recht hoch, dass die Fangleinen in den Propeller geraten und trotz Zündungsunterbrechung durch das Schwungmoment des Propellers durchschlagen werden können. Bei Anbringung über dem Motor besteht die Gefahr, dass bei Auslösung die Besatzung, im Besonderen der Passagier, Verbrennungen durch die Rakete erleiden können. Bei Anbringung unten vor dem Tank können die Beine von Pilot und/oder Passagier durch die Rakete (angetrieben durch eine kräftige Sprengladung, Treibladung genannt) getroffen und schwer verletzt werden und die Auslösung behindern. Ausserdem ist die Schwerpunktlage durch das 10-15 kg schwere System kopflastig beeinflusst.

bodenfreiheit.jpg (4608 Byte) Aus all diesen Gründen hat Pegasus Aviation die Anbringung hinter dem Tank unter dem Rahmen gewählt, so dass die Rakete am Hinterrad vorbei seitlich herausschiesst, mit minimalster Gefährdung von Pilot oder Passagier (weit entfernt und tief angebracht) und minimaler Gefahr, dass die Fangleine in den Propeller geraten kann (möglichst weit entfernt vom Propeller). Ausserdem ist das Rettungsgerät so nahe wie möglich am Schwerpunkt eingebaut. 

Bei der aussen angebrachten Containerlösung beträgt die Bodenfreiheit immer noch über 20 cm.
Der Bowdenzug der Raketenauslösung ist durch ein Plastikspiralschlauch geschützt, damit er nicht am Rettungsgerät scheuern kann.

Nachteile: etwas exponiert im Wind und Dreckspritzern ausgesetzt.

.
Bei der Softpacklösung, die praktisch unsichtbar im Stauraum verschwindet, wird die Bodenfreiheit nicht verringert und der Luftwiderstand wird auch nicht erhöht, aber ca. 1/3 des Stauraums wird belegt. Die seitlich herausragende Rakete zieht bei der Auslösung das Fenster in der Schürze auf und zieht den Schirm hindurch. Das Softpack ist durch eine Gummihaube absolut witterungsgeschützt untergebracht und gilt als innen im Flugzeug angebracht und hat ein Packintervall von sechs Jahren. Wegen der beengten Platzverhältnisse passt momentan nur das BRS Softpack UL 3 oder 3 hinein. Die Softpacks von Junkers oder Air Contact sind zu gross. Das BRS Softpack spart auch ca. 7 kg (!) Gewicht, ist allerdings deutlich teurer.

Pegasus Aviation rüstet werkseitig Trikes mit einer optimierten Rettungsgeräteanordnung nach höchstem Sicherheitsstandard aus. Es wird ein 3-Leinenbandsystem verwendet, das auch bei Bruch des Kielrohrs oder des Aufhängepunktes durch den Öffnungsstoss durch eine drittes Leinenband gewährleisten soll, dass Trike und Besatzung am Fallschirm zu Boden schwebt. Diese dritte Leinenband wird im Mast zum Grundrahmen heruntergeführt und ist um diesen zwischen hinterer und vorder Fahrwerksstrebe geschlungen. Siehe nachstehende Skizze. Selbstverständlich werden die Trikes gemäss den neuen DULV-Vorschriften auch mit einem Zündungsnotschaltersystem ausgerüstet, das vor der Auslösung des Rettungssystems beide Zündkreise lahmlegt. Die für diesen Zweck am Markt erhältlichen Systeme konnten jedoch nicht befriedigen, da eine Testauslösung ohne Montagearbeiten oder eine visuelle Kontrolle des Systems nicht möglich war.

skizze.jpg (26892 Byte)

ausloeser.jpg (8227 Byte)Im rechten Teil obiger Zeichnung ist ersichtlich, wie die Zündungsnotschalter des von Pegasus Aviation entwickelten Systems angeordnet sind (über ein Flachstück am Auslösegriff direkt an den Schaltern). Diese Anbringung ermöglicht das Testen (erste 5 cm Auslösewegstrecke) der Zündungsunterbrechung ohne das Rettungsgerät auszulösen. Das Rettungsgerät wird üblicherweise erst nach einer Wegstrecke von 15-30 cm ausgelöst.

Der Auslösegriff ist am Rahmen montiert und schaut aus der Stauraumbox oben heraus (siehe rechtes Bild), während die Zündungsnotschalter darunter versenkt, aber durch die Stauraumdeckel zugänglich sind.

schuerze.jpg (9876 Byte)Die Leine wird nicht, wie häufig zu sehen, über den Achsschenkel geführt, sondern in einer Tasche, die auf der Seitenschürze aufgenäht ist. Am hinteren Rand der Tasche ist ein Klettverschluss. In der Tasche ist die Karabinerverbindung zur ersten Fangleine (schwarz, Polyester-Kevlar-Gewebe). Am oberen Rand der Schürze (am Sitzrahmen) wird eine ca. 20 cm lange Schlaufe gelegt, damit die Schürze problemlos aufgeklappt werden kann und die Leine beim Abklappen des Mastes nicht stört.

Oberhalb des Sitzrahmens wird die Leine unsichtbar in der Mastverkleidung hinter dem Mast zur Mastspitze geführt, wo sie aus einer gepolsterten Öffnung aus der Verkleidung austritt und an einem Karabiner endet. Dort ist die zweite Fangleine angebracht, die hinten um die Fläche herum in leicht aufreissenden Segeltaschen geführt ist, am Turm oben wieder eintritt und um das Kielrohr geschlauft ist.

Dort verbindet ein dritter Karabiner die zweite, die dritte Fangleine und den Hängebolzen miteinander. Die dritte Fangleine verläuft wie aus der ersten Skizze ersichtlich im Mast nach unten und tritt am Fusspunkt des Mastes aus einem Spalt wieder aus, wo sie um den unteren Basisrahmen zwischen vorderer und hinterer Fahrwerksstrebe geschlauft ist. Damit wird soll gewährleistet werden, dass auch bei einem Bruch des Hängebolzens oder des Kielrohrs das Trike mit Besatzung noch am Schirm hängt.

In den vorstehenden Abbildungen wurde das System USH 520 der Fa. Air Contact verwendet. Das Junkers Magnum 450 System ist sehr ähnlich und bietet ein sehr gutes Preis- / Leistungsverhältnis. Die Containerlösung von BRS ist zwar leichter, aber sehr viel teurer und empfiehlt sich nur als Sofpack.Selbstverständlich bauen wir Ihnen auf Wunsch auch Systeme anderer Hersteller ein.

Der Einbausatz von PEGASUS umfasst   3-Leinen-Anordnung, 3 Karabinen, aufgenähte Schürzentasche mit Klettverschluss, aufgenähte Segeltaschen, Halterungen und Zündungsnotschalter. Die Kosten liegen je nach Ausführung betriebsfertig eingebaut zwischen DM 4.000,00 - 8.000,00

 Wir möchten, dass Sie sicher fliegen.