Der Traum vom (ultraleichten) Fliegen...

Pegasus QuantumDie Anfänge der ultraleichten Fliegerei sind längst vorbei und aus den "fliegenden Rasenmähern" sind hochmoderne Flugzeuge geworden. Die heute verwendeten Antriebsmotoren sind extrem sparsam, zuverlässig, wartungsarm und leise. In den Cockpits wird modernste Navigationselektronik eingesetzt. Mit den heutigen ULs (Ultraleichtflugzeuge) kann man problemlos – auch länderübergreifend – weite Strecken zürücklegen. Das UL-Fliegen kostet auch kein Vermögen und viele ziehen ein Charterflugzeug einem eigenen Flugzeug vor. ULs dürfen ein maximales Abfluggewicht von bis zu 450 kg haben und müssen eine Landegeschwindigkeit von weniger als 65 km/h aufweisen können. Sowohl die Schall- als auch die Abgasemissionen von ULs betragen nur einen Bruchteil dessen was 'normale' Sportflugzeuge rauslassen.

Die gebräuchlichsten Arten von Ultraleichtflugzeugen sind Trikes und Dreiachser:

 

 

 

 

 

Wie werde ich UL-Pilot und was kostet das ?

Pegasus QuantumEine Ultraleichtlizenz kann in wenigen Wochen erworben werden und kostet etwa DM 6.000, bei Inanspruchnahme von mehr als 20 Flugstunden (eher selten) je nach Können auch mehr. Viele Flugschulen bieten auch Schnupperkurse an, damit Sie selbst ohne große Kosten sehen können, ob Ihnen die Sache Spaß macht. Wir beraten Sie gerne, wo Sie eine gute Schulung absolvieren können. Man muß eine praktische und theoretische Flugausbildung absolvieren, ein polizeiliches Führungszeugnis bzw. Erklärung über schwebende Strafverfahren abgeben, einen Erste Hilfe – Kurs nachweisen können (Führerschein reicht) ein fliegerärztliche Untersuchung machen lassen (nicht sehr streng) und mindestens 17 Jahre alt sein.

 

 

 

Pegasus QuantumGibt es einen Verband oder eine zuständige Behörde ?

Das dem Bundesverkehrsministerium unterstellte Bundesluftfahrtamt hat zwei Verbände beauftragt, die Aufsicht über die UL-Fliegerei auszuüben: Der DULV (Deutscher Ultraleichtflugverband) und der DAeC (Deutscher Aero-Club). Bis Ende 1999 war der DULV vornehmlich für Trikes und der DaeC für Dreiachser zuständig. Mit Wirkung vom 01.01.2000 gibt es für beide Verbände eine Doppelbeauftragung und beide Verbände sind für Dreiachser und Trikes zuständig.

 

 

 

Wie läuft die Schulung ab ?

Jerry BreenDie Pilotenausbildung besteht aus einem Theorielehrgang und der praktischen Flugausbildung.

Der Theorielehrgang umfaßt 60 Unterrichtsstunden in den Fächern:

- Luftrecht
- Navigation
- Meteorologie
- Technik
- Verhalten in besonderen Fällen
- Flugfunk (kleine Ausbildung, kein BZF)

Abschluß der Theorieausbildung ist die Theorieprüfung. Sie wird im Multiple Choice Verfahren mit vierzig Fragen je Fachgebiet durchgeführt.

Die praktische Flugausbildung beinhaltet:

-  Technische Fluggeräteeinweisung
-  25 Std. Flugstunden, bei weniger als 6 Monaten Schulungszeit 20 Stunden, davon mind. 5 h Alleinflug, davon mind. 5 Überlandflüge
- Training von Flugmanövern
- Notlandeübungen

Abschluß der praktischen Ausbildung ist die Praxisprüfung, die aus Vorflugcheck, Überlandflug mit kompletter Flugplanung und drei Ziellandungen (Notlandeübung) besteht.

 

Endlich am Ziel – wie geht´s weiter ?Pegasus Quantum

Der Schein muß alle vier Jahre verlängert werden, wozu min. 18 Flugstunden in den letzten 24 Monaten nachgewiesen werden müssen. Falls Sie kein UL kaufen wollen, können Sie vielerorts welche chartern oder an sich an einer Haltergemeinschaft beteiligen. Einfache Trikes werden am Gebrauchtmarkt ab ca. 10.000.- DM angeboten. Für ein gutes gebrauchtes Trike muß man mit DM 20.000 – 30.000 rechnen. Die obligatorische Haftpflichtversicherung kostet rund DM 200 p.a., Vollkasko 3 - 5 % des Wertes des ULs p.a. und ein Hallenplatz schlägt mit DM 100 - 300 mtl. zu Buche. Billiger ist Chartern. Die Charterpreise liegen bei DM 100 – 180 pro Stunde ‚naß‘ (inkl. Sprit).

 

Gibt es Erleichterungen für Inhaber anderer Lizenzen ?

 

Darf man auch im Ausland UL fliegen ?

QuantumVorweg: Ein einziges Land in Europa erlaubt keine UL-Fliegerei: die Schweiz. Die fliegen alle in Deutschland oder in Frankreich. Es besteht Hoffnung, daß sich dieses bald ändert. In allen anderen europäischen Ländern wird UL-geflogen. Allerdings muß man sich i.d.R. vorher erkundigen, ob die deutsche Lizenz anerkannt wird. Sie wird in der Regel anerkannt, solange man seinen ständigen Wohnsitz in Deutschland behält (wie beim Führerschein).

Man muß aber vorher anfragen und sich die Anerkennung bestätigen lassen. Im Zuge der EG-weiten Vereinheitlichung werden aber viele bürokratische Hürden abgebaut. Einige Länder verzichten bereits mit Bezug auf das Schengener Abkommen auf Flugpläne und Zollformalitäten. Man muß sich allerdings erkundigen, ob ggfs. bestimmte Regelungen im besuchten Land gelten, an die man sich halten muß (z.B. Österreich verlangt das Mitführen eines ELT, eines rund DM 400 teuren Notsenders). Vieles ist auch einfacher als in Deutschland: in Frankreich besteht keine Flugplatzpflicht zum Starten und Landen. Im Zweifelsfalle fragen Sie uns oder wenden Sie sich an den DULV.