Ein Traum aus 1001 km
per Trike von England nach Schleswig-Holstein
Da stand ich nun Mitte Juli früh
morgens am vereinbarten Treffpunkt am Flughafen in London-Gatwick und fragte mich, ob wohl
alles glatt gehen würde, mein fabrikneues Trike vom Hersteller Pegasus in Marlborough
nach Hause nach St. Michaelisdonn in Schleswig-Holstein zu fliegen.
Ich hätte ja auch den normalen Weg der
Überführung per Spedition oder Abholung per Anhänger wählen können, aber als mir der
Händler und Importeur SKY TEAM zusätzlich angeboten hatte, die Maschine durch fünf
Länder mit ihm zusammen direkt zu mir nach Hause zu fliegen, ergriff mich ein die
Abenteuerlust á la Brian Milton, der mit derselben Maschine im Jahr zuvor die Welt in 78
Flugtagen umrundet und dessen Buch ich bereits mit Begeisterung gelesen hatte. Erstes und
wohl größtes Hindernis: meine Frau und unsere vier Kinder mußte ich von meinem Vorhaben
überzeugen.
Allen Unkenrufen zum Trotz, ein 912er auf einem
Trike sei doch übertrieben, hatte ich mich zum Kauf einer solchen Maschine entschlossen.
Nachdem ich die Maschine bereits bei einer Flugschule in Holland testgeflogen hatte
der deutsche Importeur ist viel weiter entfernt - war mir nach 13 Jahren Trikefliegen
klar, diese Maschine muß es jetzt sein.
Da die Stückprüfung erst in Deutschland
stattfinden konnte, war ein Flug mit Vollkaskoversicherung nicht möglich und die
Überführung war nur mit einer vorläufigen Zulassung (vVZ) möglich. Würde außer
Deutschland auch England, Frankreich, Belgien, Holland die vVZ anerkennen ? Ein
internationales Funksprechzeugnis zur Abwicklung des englischsprachigen Funkverkehrs hatte
ich auch nicht. ICAO-Karten der überflogenen Länder würden benötigt werden. GPS hatte
ich auch nicht. Einen Flugplan hatte ich auch noch nie aufgegeben und überhaupt: würde
meine Pilotenlizenz in diesen Ländern anerkannt ?
Roy Maihöfer von SKY TEAM versprach mir, sich
während der sechs Wochen Lieferzeit des Trikes um alles zu kümmern.
Mit ein wenig Verspätung traf der British Airways
Flug aus Zürich in London-Gatwick ein und wir machten uns auf den Weg zum
Flughafenbahnhof. Im Zug besprachen wir nochmals alle Details und Roy zeigte mir einen
Stapel Papier mit vVZ und Anerkennung dieser durch die zu überfliegenden Länder,
englischem Funkzeugnis, Pilotenlizenzanerkennung, Flugplanung, GPS-Daten, Flugplatzdaten,
ICAO-Karten, allen Auftragsunterlagen usw.. Auch Funkgerät, Helme, Intercom und sogar
Schwimmwesten waren im Gepäck. Tatsächlich, es hatte alles geklappt, aber ganz einfach
sei es nicht gewesen, sagte Roy.
Zugfahren ist nicht so
einfach
Schon nach kurzer Zugfahrt erreichten wir Reading,
wo wir auf Gleis vier sofort unseren Anschlußzug nach Swindon besteigen sollten. Als wir
den Zug verließen, deutete auf unser Fragen der Schaffner auf den auf dem Nachbargleis
stehenden Zug mit der Bemerkung "This is your train to Swindon". Es gab keine
Anzeigetafeln am Bahnsteig, wie bei uns üblich. Wir bedankten uns und stiegen ein. Nach
fast einstündiger Fahrt ohne Halt, kam uns die Sache seltsam vor und die Zugbegleiterin
erklärte uns, daß wir zwar zur richtigen Zeit am richtigen Bahnsteig waren, daß aber
dieser Zug wegen Verspätung noch nicht unser Zug gewesen sei und wir in einem
Intercityzug seien, der zum ersten Mal nach zwei Stunden Fahrt in Exeter halten würde.
Toll die Zugnummer aussen am Zug hatten wir natürlich nicht gelesen. Aber laut
Zugbegleiter seien immerhin auch noch rund ein Dutzend Engländer so blöd wie wir
gewesen. Das fing ja gut an. Fünf Stunden kostete uns diese Panne und wir kamen bei
Pegasus erst kurz vor Feierabend an. In der Firma begrüßte uns jeder mit so einem
bestimmten Grinsen. Da wollen diese zwei Deutschen mit dem Trike über den Kanal und über
fünf Länder nach Hause fliegen und sind zu blöd, auf dem Hinweg den richtigen Zug zu
besteigen ha ha. Eigentlich wollten wir an diesem Tag die erste Etappe bis nach
Headcorn fliegen, wozu es nun zu spät war.
Erste Etappe
Am nächsten Morgen waren wir als Erste an der Firma
und rüsteten flugs unser Trike provisorisch mit Intercom, Funk und GPS aus. Nach einigen
Formalitäten starteten wir kurz vor 10:00 UTC zum 194 km entfernten Lashenden-Headcorn
mit halbvollem Tank. Ein strammer Rückenwind bließ uns südlich um Gattwick und um
unzählige Lufträume herumnavigierend in 77 Minuten mit einem Schnitt von atemberaubenden
151 km/h ans Ziel.
Bemerkenswert war, daß auf allen (meist kleinen
Grasplätzen) wahnsinnig viele Flieger herumstanden. In Popham zählte ich über siebzig
Kleinflugzeuge ! Ein flugbegeiestertes Volk diese Engländer. Wir tankten sofort nach der
Landung und gaben unseren Flugplan nach Maasvlakte bei Rotterdam auf, wobei uns der
überaus freundliche und hilfsbereite Flugleiter half. Bereits nach fünf Minuten traf per
Fernschreiber eine Übermittlungskopie der britischen Flugsicherung unseres Flugplanes an
die französchen Kollegen ein. Wow aber die obligatorische Wartezeit von einer
Stunde mußten wir im Restaurant als Mittagspause nutzen.
Über dem Ärmelkanal
Die nächste Etappe planten wir frech
mit 302 km Entfernung direkt über Frankreich und Belgien hinweg nach Rotterdam / Holland.
Nach dem Start in Headcorn erreichten wir sehr schnell die 50 km nahe Küste
bei Dover und der Himmel klarte sehr schnell auf. Der an dieser Stelle nur 34 km breite
Ärmelkanal darf für VFR-Verkehr mit max. 6.500 ft überflogen werden. Die Zeitspanne,
während der im Gleitflug kein Land erreicht werden kann beschränkt sich auf vielleicht
fünf Minuten. Der sehr starke Schiffs- und Fähreverkehr flößt aber eher Respekt in der
Art ein, daß man nach einer Wasserung sehr leicht von Schiffen überfahren
werden könnte.
Headcorn
hatte uns die Wachfrequenz von Dover Coast Guard gegeben, da London Information i.d.R.
nicht empfangen werden kann. Es ist zwar nicht beliebt, sich auf der Wachfrequenz
anzumelden, aber es beruhigt ungemein, wenn man weiß, daß man auch empfangen wird. Wir
überflogen ein Küstenwachschiff etwa in Kanalmitte.
Trotz des sehr schönen Wetters und für
dortige Verhältnisse eigentlich sehr schönen Wetters, konnten wir die französische
Küste erst kurz vor deren Erreichen erkennen. Man liest oft, daß über Wasser der
Übergang zwischen Himmel und Meer nicht mehr zu erkennen sei, was ich bislang immer unter
der Rubrik Seemanngarn abtat. Inzwischen jedoch glaube ich es, denn trotz schönen Wetters
war der Horizont auch dessen Lage manchmal nicht mehr auszumachen.
Kurz vor Erreichen der Küste
meldeten wir uns bei Lille Information an, wo man unsere Absichten wegen des Flugplans
bereits kannte. Trotzdem fragten alle nochmals, ob wir wirkleich ein offenes UL fliegen
würden. Entlang der Küste ging es auf Kurs NO zur nur ca. 50 km entfernten belgischen
Grenze.
Lille Information übergab uns an Brüssel
Information. Zuvor mußten wir jedoch eine Einflugfreigabe in
das militär. Sperrgebiet Koksy einholen. Wir lehnten es ab, außen herum zu fliegen und
erhielten dann doch eine Freigabe. Beim Überfliegen der Miltitärbasis stiegen direkt
unter uns zwei Jagd-Jets auf.
Kaum richtig in Belgien
drin, waren wir schon an der holländischen Grenze und Zeeland kam in Sicht. Dort
überflogen wir einige Wasserstrecken bis 10 km. Die Schlote wurden mehr und die
Industrieanlagen häufiger. Wir mußten in der Nähe von Rotterdam sein, was unser GPS
bestätigte.
Die von Roy bei der Fluplanung telefonisch
eingeholte Beschreibung - einfach hinter dem großen Kraftwerk bei den Tankanlagen sei der
Platz - machte das Finden der Piste in Maasvlakte zum Kinderspiel. Glaubten wir.
Wir hatten eine kurze Asphaltbahn in Sicht und erst
im Endanflug bekamen wir Zweifel, denn die Bahn war höchstens 100 m lang. Außerdem
hatten wir eine Grasbahn erwartet. Wir starteten durch und erhielten vom Flugleiter den
Hinweis, die Graspiste 500 m weiter links kaum 100 m vom Strand hinter den Dünen
anzufliegen. Wir wären beinahe auf dem kleinen Flugfeld des Hubschrauberlandeplatzes für
die Schiffslotsen gelandet !
Noch mehr überraschte uns, daß unser Tank nach 300
km Flugstrecke und 2 h 18 Flugzeit (Ø 131 km/h) tatsächlich noch etwa halbvoll
war. Wir hatten schon an unserer el. Tankanzeige gezweifelt, doch sie ging richtig.
Maasvlakte ist ein wünderschöner Platz, sogar
Mogas ist erhältlich und die Leute sind sehr nett. Wegen des noch offenen Flugplans
meldeten wir telefonisch unsere Landung bei der Flugsicherung in Amsterdam.
Der Flugleiter von Maasvlakte erzählte uns, daß er
noch dieses Wochenende nach Tannheim zum UL-Treffen fliegen wolle, was nur 50 km von
Roy´s Heimatflugplatz Mengen entfernt liegt. Die beiden haben sich dort dann auch wieder
getroffen.
Wir versuchten per Handy Wim van Neck, ein
Fluglehrer in Lelystad und ebenfalls Halter eines Quantum 912 zu erreichen. Er bot uns
sofort an, uns in Lelystad abzuholen und bei ihm in Amsterdam zu übernachten, was wir
gerne annahmen.
Nervenkitzel über Amsterdam
Wir hatten zur Vermeidung von
Schwierigkeiten mit Amsterdam-Schipol eine größere Umfliegung geplant. In Maasvlakte
riet man uns zu einer ganz frechen Variante, was tatsächlich ein unvergeßliches Erlebnis
war. Wir flogen an Den Haag vorbei der Küste entlang nach Norden und orientierten uns ans
Leuchttürmen. Als wir Schipol Airport passiert hatten, meldeten wir nach Zaandvoort wie
geplant einen 90-Grad-Schwenk nach rechts und das beabsichtigte Unterfliegen der CVFR in
genau 1.500 ft über Amsterdam. Warum wir ausdrücklich bestätigen mußten, unseren Kurs
nach GPS und unsere Höhe exakt halten zu können, wurde uns bald klar. Wir wurden
angewiesen, auf die Frequenz von Amsterdam Radar, der Anflugkontrolle von Schipol zu
wechseln. Dann wurden wir exakt auf Gegenkurs und nur wenige hundert Meter parallel zum
Gleitpfad aller anfliegenden Maschinen auf Schipol geführt. Durch den starken Seitwind
auf diesem Kurs mußten wir und auch die anfliegenden Verkehrmaschinen einen deutlich
sichtbaren Vorhaltewinkel erfliegen, so daß es in der Abenddämmerung den Anschein hatte,
daß die anfliegenden Maschinen mit ausgefahrenem Fahrwerk und uns blendenden
Landescheinwerfern direkt auf uns zu fliegen würden, was der Pilot der ersten
Verkehrmaschine wohl auch so empfand und Amsterdam Radar ein aircraft on glide
path meldete, worauf Amsterdam Radar dem Piloten entgegnete, dieses
aircraft würde mit ausreichendem Abstand parallel zum glide path
fliegen. Tatsächlich passierten uns einige Maschinen in praktisch gleicher Höhe. Wir
mußten Sichtkontakt mit jeder anfliegenden Maschine melden und auch diese mußten jeweils
Sichtkontakt mit uns melden. Das alles in Englisch, in der Abenddämmerung, bei starkem
Seitenwind, über Amsterdam und dann noch mit Staffelungszeiten von vielleicht 30
60 Sekunden !
Das ganze Spektakel dauerte vielleicht fünf Minuten
und wir beide waren so beschäftigt und angespannt, daß es uns nicht gelang Fotos zu
schießen.
Die restlichen 20 Minuten bis Lelystad waren trotz
Überflug des Isselmeers mit rund 20 km Breite erholsam. Lelystad antwortete nicht am Funk
und so landeten wir in die Graspiste für die ULs neben der rieseigen Asphaltbahn.
Für die 144 km hatten wir 1h 12 benötigt,
was einem Schnitt von 120 km/h entspricht.
In ganz Holland gibt es leider nur vier Plätze die
für ULs zugelassen sind. Lelystad ist der einzige der kein reiner UL-Platz ist.
Wim van Neck erwartete uns bereits, und erklärte
uns daß auf der UL-Frequenz jemand geantwortet hätte, die Frequenz für die allg.
Luftfahrt sei jedoch so spät abends nicht mehr besetzt. Unser Quantum 912 erhielt einen
Hangarplatz zum Ausruhen und wir verbrachten einen netten Abend in Amsterdam.
Lelystad - Emden
Am nächsten Morgen nahmen wir einen
Direktzug von Amsterdam nach Lelystad zurück. Ich holte das Trike aus dem Hangar und
rollte zum Tanken, während Roy sich um den Flugplan nach Emden kümmerte. Beim Startcheck
bemerkten wir, daß an einem Gummischlauch wegen einer losen Schlauchschelle etwas
Kühlwasser heraustropfte. Dies war schnell behoben und wir füllten noch einen Schluck
Öl auf. Das sind typische Vorfälle für Neumaschinen, weswegen man gerade bei den ersten
Flügen sehr genau alles checken sollte.
Gegen 9:30 UTC starteten wir entlang der Ostküste
des Isselmeers mit Kurs auf die Waddenzee. Lelystad liegt noch unter dem Luftraum A von
Schipol weshalb wir uns wieder bei Amsterdam Information anmeldeten. Nur wenige Minuten
später wurden wir aufgefordert uns auf Dutch Mil 132,35 anzumelden. Wir
mußten also mit militärischen Tiefflügen rechnen.
Die friesische Landschaft mit unzähligen Seen und
Kanälen verzauberte uns so, daß wir nur wenig redeten und eher damit beschäftigt waren,
den Sichtkontakt zu den gemeldeten Jets zu bestätigen, die in bis zu Sechser-Staffeln um
uns herumdonnerten. Nach Erreichen der Nordseeküste flogen wir dieser nach und genossen
den herrlichen Ausblick auf die friesischen Inseln Texel, Terschelling, Ameland,
Schiermonnikoog und die vielen Plattbodenschiffe, die sich in den Prielen der Waddenzee,
des Wattenmeers aneinander reihten. Als wir die an dieser Stelle wohl 8 km breite
Ems-Mündung erreichten, wußten wir, daß wir wieder in good old Germany waren.
Beim Anflug auf Emden wurden uns der Wind mit 35
gemeldet. Wir ließen uns bestätigen, daß wirklich Knoten gemeint waren. 65 km/h Wind
leicht schräg auf die Bahn, das flößte auch mir als winderprobtes Nordlicht Respekt
ein. Ein paar Minuten später meldete Emden Info dann 25 Knoten. Das muteten wir uns zu
und setzten zur Landung an. Es ging viel einfacher als erwartet zwar nicht
vorbildlich schön, aber dafür sicher. Diese starkwindgewohnten Engländer konstruieren
ihre Flieger wohl entsprechend den dort herrschenden Bedingungen. Mit einem Schnitt von
134 km/h und in 1 h 24 hatten wir die 187 km zurückgelegt. Gestern waren wir immer
auf langsamer Trimmerstellung mit etwa 100 km/h IAS geflogen. Heute legten wir mit
Trimmung auf Stellung fast bei unglaublichen 115 km/h IAS freihändig noch
einen drauf. Wir ließen unseren Flugplan schließen und tankten eigentlich
unnötigerweise wieder voll. Beim Mittagessen war uns klar, daß die restliche Strecke
nach St. Michaelisdonn eher ein Katzensprung war. Deshalb planten wir wieder einige große
Bögen entlang der Nordesseküste ein, so daß wir wieder zwischen Inseln und Festland
entlang fliegen können. Das Wetter wurde aber nicht gerade besser und wir entschlossen
uns, gleich weiterzufliegen.
Der Ausblick auf die Inseln Juist, Norderney,
Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge war einmalig. Außer Spiekeroog hat jede
Insel eine Flugplatz, von denen leider keiner für ULs zugelassen ist. Trotzdem nahmen wir
in Kauf, diese als Notlandeplätze einzuplanen und ggfs. anzufliegen.
Südlich von uns, in Ostfriesland, braute sich etwas
zusammen, das ein Gewitter werden könnte und das wir genau beobachteten. Bremen
Information bestätigte unsere Vermutung und sendete Warnrundsprüche an die gesamte
Luftfahrt aus. Das Gewitter, immer noch mindestens 50 km entfernt, zog in Richtung Nordost
und drohte uns den Weg abzuschneiden und uns aufs Meer hinauszudrängen.
Um dem Gewitter nicht entgegen fliegen zu müssen,
überquerten wir den Jadebusen deutlich nördlich von Wilhelmshaven bei einer Breite von
gut 10 km und passierten kurz darauf die hier etwa 12 km breite Weser-Mündung und
steuerten nördlich von Bremerhaven mit Freigabe direkt am Navy-Platz Nordholz vorbei. Die
Elbemündung mit wiederum 10 km über Wasser konnte uns keine Angst mehr einflößen. So
sehr vertrauten wir (natürlich fahrlässigerweise) unserem 912er bereits.
In St. Michaelisdonn angelangt wurden wir von
unserem Flugleiter Uwe freudig begrüßt. Auch die letzte Starkwindlandung gelang recht
gut, womit die Überführung für mich erfolgreich beendet war.
Zu guter Letzt
Am nächsten Tag hatte ich für Roy
eine Mitfluggelegenheit bis Aschaffenburg in einer Beech Bonanza organisiert. Von dort
wollte er mit dem Zug an den Bodensee zurück.
Vor dem Abflug sagte er noch, in diesem 5-Sitzer sei
ihm weniger wohl als mit dem Trike über dem Ärmekanal. Er sollte recht behalten: Die
Beech flog IFR im Regen kurz vor Osnabrück als nach Generatorausfall die gesamte Elektrik
auszufallen drohte und das mit einem elektrisch einziehbaren Fahrwerk ! Sie
landeten aber trotzdem wieder sicher und Roy nahm den Nachtzug von Hamburg aus nach
Zürich.
Flugdaten
Flugstrecke:
Marlborough Headcorn Maasvlakte
Lelystad Emden St. Michaelisdonn, gesamt 1001 km
Flugzeit: Motorlaufzeit: 8,6 Stunden laut FLYdat
(inkl. Taxiing, Aufwärmen), reine Flugzeit: 7,5 h lt. GPS.
Abfluggewicht: viel zu viel.
Flugzeug: Pegasus Quantum 912, Treibstoff:
gesamt 93 Liter Avgas / Mogas.
Verbrauch: 10,8 l/h bei IAS Ø 110 km/h bezogen auf
Motorlaufzeit.
Geschwindigkeit:
IAS am 1. Tag 100 km/h,
IAS am 2. Tag 115 km/h,
Ø Geschwindigkeit über Grund:
über 1001 km während 7,5 h Netto-Flugzeit: 133 km/h
Weitere Auskünfte bei:
Henning Dührsen 04855-1325
Roy Maihöfer 07555-94724 |